Nachhaltige Verbesserung von Arbeitsbedingungen

Ziel von WE ist es, Sozialstandards in Produktionsstätten in Entwicklungs- und Schwellenländern zu etablieren. Davon sollen alle Beteiligten, insbesondere die Beschäftigten, dauerhaft profitieren. Trainingsmethoden und -materialien der Pilotphase werden interessierten Organisationen auf Anfrage zur Verfügung gestellt.

Ziel 1: Dialog und Etablierung elementarer Sozialstandards

WE unterstützt Produzenten in Entwicklungs- und Schwellenländern dabei, die Einhaltung von Sozialstandards in ihren Betrieben sicherzustellen. Definiert werden die Standards durch die Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), die Menschenrechtspakte der Vereinten Nationen sowie die entsprechende Landesgesetzgebung.
 
Dabei setzt WE thematische Schwerpunkte in den Bereichen mit dem größten Handlungsbedarf: Arbeitszeiten, gesetzliche Mindestlöhne bzw. Existenzsichernde Löhne und innerbetriebliche Kooperation zwischen Managern und Beschäftigten. Weitere Kernthemen sind Brandschutz, das Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit, Diskriminierung am Arbeitsplatz, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sowie Umweltschutz.

Ziel 2: Verantwortliche Wettbewerbsfähigkeit

Als dritte Säule der Nachhaltigkeit werden ökonomische Perspektiven wie Qualität, Produktivität und Effizienz in WE integriert, oftmals wichtige Treiber für die Verbesserungen von Arbeitsbedingungen. Erfolgsgarant ist dabei die echte Einbindung der Beschäftigten. Diejenigen Produzenten, die sich mit vollem Einsatz auf den WE Prozess einlassen, sehen dass eine verbesserte Zusammenarbeit mit Beschäftigten zu höherer Wettbewerbsfähigkeit und einem langfristigen Business Case führen kann.

Ziel 3: Entwicklungspolitische Ziele

Die Förderung von Sozialstandards unterstützt die Umsetzung internationaler Ziele, zu denen sich die Bundesregierung verpflichtet hat. Für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit ist dies mit zwei Kernzielen verbunden: menschenwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen zu verwirklichen sowie Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern wettbewerbsfähiger zu machen. Eine existenzsichernde Entlohnung trägt beispielsweise zur Armutsbekämpfung bei. Sie sichert eine ausreichende Versorgung der Beschäftigten und ihrer Familien und ermöglicht die Ausbildung ihrer Kinder. Eine dauerhafte Reduzierung von Überstunden wiederum schützt die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten. Unternehmen, die Sozialstandards einhalten, profitieren mittel- bis langfristig von einem besseren Zugang zu den Märkten der Industrieländer und erhöhen damit ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit.
 
Ziel 4: Verbreitung des WE Ansatzes
 
Mit dem Ansatz WE wollen die GIZ und Tchibo eine größtmögliche Breitenwirkung erzielen. Der Qualifizierungsansatz und die Projektmethoden stehen als Referenzmodell für weitere Lieferketten zur Verfügung, d.h. auch andere Unternehmen können auf Anfrage (und bei Verfügbarkeit) auf die ausgebildeten lokalen Trainer und die entwickelten Trainingsmaterialien zugreifen.

Sind Sie an dem Ansatz WE interessiert? Nehmen Sie zu uns Kontakt auf.